Frida Parmeggiani: Kostümabstraktionen (Salzburg)







Ausstellung im ehemaligen Barockmuseum, Galerie im Mirabellgarten Salzburg
21.07.-02.09.2016
Kooperation: KUNST MERAN mit dem Department für Bühnengestaltung

Kostüm- und Drahtdesign:
Frida Parmeggiani

Ausstellungsgestaltung:
Univ.-Prof. Henrik Ahr, Gerhard Mayer, Stefan Bachmann mit den Studierenden Anna Brandstätter, Ruby Brockhausen, Miriam Hölzl, Charlina Lucas, Amelie Ottmann

Licht Design:
Franck Evin (Department Bühnengestaltung)

Fotonachweis:
Christian Schneider

Diese Kleidergeschöpfe ziehen an sich selbst, nicht aneinander, wie soll ich es sagen, sie wollen dasselbe, aber gleichzeitig wollen sie nach vorn und nach hinten, vielleicht bleiben sie deswegen aufrecht stehen, weil dieser Kampf nicht entschieden werden konnte ?...
Elfriede Jelinek, aus „Was fällt, das hält.“ für Frida Parmeggiani 2016

Zwischen 1978 und 2008 war Frida Parmeggiani Europas gesuchteste Kostümbildnerin. Von 1987 an hat die gebürtige Meranerin fast exklusiv die Kostüme für die Inszenierungen des amerikanischen Regisseurs Robert Wilson entworfen. Die Zusammenarbeit Wilson-Parmeggiani war symbiotisch und hat weltweit zu einer Vielzahl von unvergesslichen Inszenierungen geführt. In Sachen Kostüm und Licht haben die beiden neue Maßstäbe in der internationalen Theater- und Operngeschichte gesetzt. Anlässlich des 70. Geburtstages von Frida Parmeggiani zeigen Kunst Meran und die Universität Mozarteum Salzburg neue Kostümabstraktionen.

Die Ausstellung umfasst neun Kostüme, mit Elfriede Jelinek gesprochen „Stoff-Geschöpfe“, in denen Frida Parmeggiani das Spannungsverhältnis zwischen Raum, Form und Textilem auslotet.

Erstmals arbeitete Parmeggiani ohne Dramaturgie, Sänger und Schauspieler und konnte so ihre minimalistische Formensprache statisch-skulptural einsetzen. Edle Stoffe in Kombination mit Metallelementen oder Versatzstücken aus der Natur lassen hochästhetische Kreationen entstehen. Die 13 Einzelfiguren der Ausstellung zeigen eine Vielzahl von Spielarten, Stoff zu formen und zu verfremden. Die Wirkung dieser Kostüme ist groß. Ihre Mischung aus Fragilität, Anmut, Transparenz, Festigkeit und Ritterlichkeit ist überwältigend. Über diese formalen Aspekte hinaus, verdichten diese Kreationen auch die Erfahrungen und Träume ihrer Schöpferin.

Zur Ausstellung erscheint bei Schlebrügge.Editor/Wien ein Katalog mit Texten von Robert Wilson, Elfriede Jelinek, C. Bernd Sucher, Silke Geppert und Ursula Schnitzer sowie Fotos von Franck Evin und Elisabeth Hölzl. ISBN 987-3-902833-94-5

Flyer