How to become Frida (Salzburg)

7 Installationen von Studierenden, Holzpavillon im Mirabellgarten Salzburg im Rahmen der Ausstellung „Frida Parmeggiani-Kostümabstraktionen“

21.07.-02.09.2016

Valentin Baumeister, Eric Droin, Amelie Klimmeck, Lisa Nickstat, Dejana Radosavljevic, Elisabeth Wegener, Anna Zadra (Studierende Department Bühnengestaltung)

Fotonachweis: Christian Schneider

„How to Become Frida“ befasst sich mit den außerordentlichen künstlerischen Ausdrucksformen und der einzigartigen Gestaltungskraft von Frida Parmeggiani und ihrer Kostümwelten. Sechs Studierende des Departments für Bühnen- und Kostümbild, Film- und Ausstellungsarchitektur der Universität Mozarteum Salzburg beschreiben mit eigenen Raum- und Objektinstallationen eine neue und aktuelle Interpretation des Schaffens der Künstlerin und Kostümbildnerin. Eine der ersten Fragen, die wir uns am Beginn für unser Ausstellungsprojekt stellten, war: „Wer ist die Person hinter der weltweit gefragten und gefeierten Kostümbildnerin?“ Frida gilt als prägende, kongeniale Partnerin der Theaterbildwelten von Robert Wilson. Diese künstlerische Partnerschaft war für uns als Department für Bühnengestaltung natürlich von herausragendem Interesse. Die Schwierigkeit unserer Untersuchungen im Vorfeld der Ausstellung bestand darin, dass es, wie meist, wenige oder gar keine Publikationen zu dem von uns gestellten Thema gibt. So konnten sich die StudentInnen nur über Archivfotos, Theaterkataloge, Zeitungskritiken oder in Form von persönlichen Gesprächen mit ZeitzeugInnen, KollegInnen oder ehemaligen StudentInnen ein Bild von Frida und ihrem Werk machen. Zur Hauptaufgabenstellung entwickelte sich die Frage, welche Kunst- bzw. Kultureinflüsse, Vorbilder oder Erlebniswelten für Frida Parmeggiani von Bedeutung waren und sind. In der ersten frühen Phase der Konzeption entschieden wir, dass sich unser Ausstellungskonzept von einer herkömmlich kuratierten Herangehensweise unterscheiden sollte. Vielmehr war uns wichtig, wie wir uns Frida mit einer eigenen künstlerischen Beschreibung annähern könnten. Es entstand die Idee, durch unterschiedliche und sehr intensive Versuche einer Imitation ihrer Arbeitsweise ein Verständnis für Frida Parmeggianis Entscheidungsprozess während der Entwurfsphase zu entwickeln und sichtbar zu machen. Diese „Arbeitskopien“ dienten dann als Grundlage und Material für den eigenen künstlerischen Entwurf der StudentInnen. Der dafür gewählte Titel „How to Become Frida“ ist somit weit mehr als nur ein Slogan, er beschreibt den vorangegangenen künstlerischen Prozess. (Henrik Ahr)